Aktuelle Informationen

hlb begrüßt Ziele für Innovation, Wissenschaft und Hochschulen im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung

Bonn, 25. November 2021. Die von den Koalitionspartnern gesteckten Ziele weisen der anwendungsorientierten Forschung und dem Transfer einen zentralen Stellenwert für die Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen zu. Es ist erfreulich, dass die Koalitionspartner die zentrale Rolle der HAW erkannt haben und würdigen.

„Die Richtung stimmt“, schätzt hlb-Präsident Prof. Dr. Nicolai Müller-Bromley die Planungen für Innovation, Wissenschaft und Hochschulen im Koalitionsvertrag ein. „Die Professorinnen und Professoren der Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) mit ihrer Doppelqualifikation in Wissenschaft und Praxis können bei dieser Neuausrichtung einen entscheidenden Beitrag leisten.

Anerkennung der Lebensleistung der ehemals angestellten Professorinnen und Professoren in Thüringen

Bonn, den 3. November 2021. Die Thüringer Landesregierung hat am 22. Oktober 2021 eine – wenn auch späte – „Anerkennungsleistung für ehemalige angestellte Professoren neuen Rechts“ bei der Altersversorgung für die ehemals aufgrund ihres Lebensalters in der Nachwendezeit lediglich im Angestelltenverhältnis beschäftigten und daher nicht beamteten Professorinnen und Professoren mit DDR-Biographie beschlossen.

Die Landesvorsitzende des hlb Thüringen, Prof. Dr. Regina Polster hebt hervor: „Diese Einmalzahlung ist ein längst überfälliger Schritt, der ein Vorbild für ähnliche Anerkennungen auch in anderen Bundesländern sein sollte. Es ist Signal für die zumindest teilweise Behebung der bisherigen Ungleichbehandlung.“
Darüber hinaus weist der Hochschullehrerbund hlb darauf hin, dass auch beamtete Kolleginnen und Kollegen an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in ihrer Altersversorgung bis heute immer noch Nachteile hinzunehmen haben, wenn sie ihre Qualifizierungszeiten im Gebiet der ehemaligen DDR erworben haben.

Auswertung der hlb-Umfrage zur Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit

22. Oktober 2021. Die Ergebnisse der verbandsinternen Umfrage „Meinungsfreiheit, Wissenschaftsfreiheit, Meinungsklima“, die vom 22. Juni bis 12. Juli 2021 durchgeführt worden ist, liegen vor und werden in der Oktober-Ausgabe der DNH (2021-5) vorgestellt. Das Wichtigste in Kürze: Zwei Drittel der Befragten sehen die Freiheitsrechte nicht in Gefahr. Es gilt aber, durch sachliche Diskussionen und eine weitere Differenzierung der Antworten Polarisierungen zu vermeiden. Zur Auswertung gelangen Sie hier: https://doi.org/10.5281/zenodo.5517549

Die in der Auswertung erwähnte Korrespondenz finden Sie in der PDF-Datei unten.

hlb begrüßt die Ansätze der Sondierungsparteien für Bildung und Wissenschaft

Bonn, den 22. Oktober 2021. Der Hochschullehrerbund hlb begrüßt die in dem Sondierungspapier zur Vorbereitung einer Ampel-Koalition auf Bundesebene zusammengetragenen Leitideen für den Bereich Bildung, Wissenschaft, Hochschule und Innovation. Mit dem unten stehenden Offenen Brief an die Sondierungsparteien einer neuen Regierungskoalition wendet er sich an die Unterhändlerinnen und Unterhändler der anstehenden Koalitionsgespräche.

Der Hochschullehrerbund hlb fordert die Sondierungsparteien dazu auf, mit den Koalitionsverhandlungen konkrete Forschungsförderprogramme für die Hochschulen für angewandte Wissenschaften zu beschließen, weitreichende Maßnahmen einzuleiten, die die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in ihrer Rolle als regionale Innovations- und Transformationsakteure weiter stärken, sowie den Weg für die Gründung einer Innovationsagentur für angewandte Forschung und Innovation endlich frei zu machen.

hlb fordert mehr öffentliche Förderung für anwendungsbezogene Forschung

Bonn, 8. Oktober 2021. Der aktuelle Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vom 5. Oktober 2021 zeigt: Nach wie vor profitieren die Hochschulen für angewandte Wissenschaften kaum von den öffentlichen Förderprogrammen.

Nicht einmal ein Prozent der Fördergelder der DFG gehen an die Hochschulen für angewandte Wissenschaften, obwohl anwendungsbezogene Forschung und Transfer längst zum typenbildenden Profil dieser Hochschulen zählen.  

50 Jahre Fachhochschule: Campus und Karriere sendet Diskussion mit hlb-Präsident Müller-Bromley u. a.

Die Sendung "Campus & Karriere" des Deutschlandfunks thematisiert das 50-jährige Jubiläum der Fachhochschulen, das in diesem Jahr insbesondere Nordrhein-Westfalen betrifft, und sendet eine Diskussion mit  Prof. Dr. Anne Lequy, Präsidentin der Hochschule Magdeburg-Stendal, Vorstandsmitglied der EUA, mit Iris Kimizoglu, bis 31. August Vorstandsmitglied des freien Zusammenschlusses der Student*innenschaften, Prof. Dr. Karim Kakhzar, Präsident der Hochschule Fulda, Sprecher der HRK-Mitgliedergruppe Fachhochschulen und mit Prof. Dr. Nicolai Müller-Bromley, Präsident des Hochschullehrerbunds hlb.

Eine Jubiläumsfeier des Hochschultyps Fachhochschule fand freilich bereits 2019 an der Technischen Hochschule Lübeck statt und wurde mit der Kampagne „Unglaublich wichtig“ begleitet. Vor 50 Jahren, im Jahr 1969, wurden die ersten Fachhochschulen in Schleswig-Holstein gegründet.

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Der hlbBayern nimmt Stellung zum Entwurf eines Gesetzes über Hochschule, Forschung und Innovation in Bayern

30. Juni 2021. Die Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften sehen sich als Schlüsselakteure im Innovationssystem und begrüßen die neuen Akzentuierungen für Bayern als Wissenschafts- und Innovationsstandort, die mit der Novellierung einhergehen sollen. Forschung gehört zum Profil unserer Hochschulart – unser Markenkern ist die anwendungsbezogene Forschung. Zu dieser Akzentuierung passt auch die nunmehr geplante Übertragung eines eigenständigen Promotionsrechts auf forschungsstarke Hochschulen für angewandte Wissenschaften, weil nur mit der Möglichkeit wissenschaftlichen Nachwuchs zu bilden, ein nachhaltiger Beitrag zur Forschung generiert werden kann.

Zu diesem Impuls für Forschung, Innovation und Transfer, den das Hochschulinnovationsgesetz setzt, passt allerdings nicht, dass die Lehrverpflichtung an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften immer noch deutlich zu hoch bemessen ist, um Forschung, Innovation und Transfer als Kernaufgaben neben der Lehre angemessen ausfüllen zu können. Hier bedarf es dringend einer stärkeren gesetzlichen Vorgabe. Erfreulich ist die regelhafte Einführung der Bezeichnung „Hochschulen für angewandte Wissenschaften“ für die Fachhochschulen.

 

hlb warnt vor Verlust des Profils der Hochschulen für angewandte Wissenschaften durch Tandem- und Nachwuchsprofessuren

Bonn, 5. Juli 2021. Im Zuge aktueller Novellierungen von Landeshochschulgesetzen zeigt sich die Tendenz, einen neuen Typus der Professur an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) zu etablieren – die „Tandem-Professur“ in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die „Nachwuchsprofessur“ in Bayern.

Mit diesen Modellen soll das Problem der HAW gelöst werden, denen es gegenwärtig nicht gelingt, ihre Professuren angemessen zu besetzen. „Wir sehen diese Tandem- oder Nachwuchsprofessuren kritisch. Die dort vermittelte Praxiserfahrung ist von vornherein zeitlich befristet und wird unter der Ägide der Hochschule auf einer Teilzeitstelle erworben. Wenn wir Professuren in größerem Umfang auf diese Weise besetzen, wird das erfolgreiche, spezifische Profil der HAW aufgegeben. [...]

50 Jahre vhb neu geplant am 11.11.2021

Im Jahr 2021 ist der hlb (vormals vhb) 50 Jahre jung. Das exakte Gründungsdatum ist der 16. November 1971! Die geplante Jubiläumsfeier am 15. April 2021 ist corona-bedingt entfallen! 

In der Erwartung, dass bis zum Herbst 2021 wieder Veranstaltungen stattfinden können, wurde der 11.11.2021 als neuer Termin geplant. Wir werden zeitnah zu weiteren Details informieren.

Prof. Dr. med. Clemens Bulitta wird Präsident in Amberg-Weiden

Clemens Bulitta ist seit vielen Jahren aktiv im hlb Bayern tätig. 2017 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er hat sich durch seinen Fleiß, seine Energie und seine Ideen voll in unserem Verband eingebracht. Im Juni 2021 wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 2021 zum Präsidenten der OTH Amberg-Weiden gewählt.

Der gesamte Vorstand gratuliert ihm sehr herzlich zu diesem Erfolg.

Diese Wahl ist für Clemens Bulitta eine hohe Verpflichtung. In einer Pressemitteilung sind ihm folgende vier Aspekte besonders wichtig: "Das Profil der Hochschule weiter schärfen und fokussieren, das Thema Lernen neu denken, vor allem im Bereich Lebenslanges Lernen, die Hochschule ausbauen zu einer Netzwerkhochschule und zuletzt eine ‚Mitmach‘-Hochschule werden, um den Gestaltungsauftrag gemeinsam wahrzunehmen."

Schon zum zweiten Mal ist hohes Engagement im hlb Bayern auch an der lokalen Hochschule belohnt worden. Bereits vor knapp 10 Jahren wurde Wolfgang Baier als stellvertretender Vorsitzender des (damaligen) VHB zum Präsidenten der OTH Regensburg gewählt.

Bayerisches Hochschulinnovationsgesetz

Am 18.05. wurde der Gesetzesentwurf zum Bayerischen Hochschulinnovationsgesetz vorgestellt. Anbei kann der Gesetzesentwurf auch hier eingesehen werden.

In diesem Entwurf gibt es bemerkenswerte neue und positive Ansätze, es gibt aber leider auch Rückschritte. 

An die Gruppensprecherinnen und Gruppensprecher wurde eine Email verschickt mit der Bitte um Beteiligung. Wenn Sie als Mitglied selbst Stellung nehmen möchten, so setzen Sie sich doch bitte mit Ihrer Kontaktperson an Ihrer Hochschule in Verbindung. Vielen Dank.

Bayerisches Hochschulinnovationsgesetz Gesetzestext
Bayerisches Hochschulinnovationsgesetz Begründung

Umbenennung in hlb erfolgte einstimmig

Die Delegierten des vhb haben in der Delegiertenversammlung am 16.04.2021 einstimmig die Umbenennung beschlossen. Der Verband heißt jetzt: Hochschullehrerbund (vhb) Landesverband Bayern e.V.

Hinweis: Diese Umbenennung ist erst dann offiziell, wenn die Satzungsänderung vom Amtsgericht in München bestätigt wurde.

Gemeinsame Pressemitteilung von vhb und weiteren Hochschulgruppen am 15.02.2021

Im Zuge der Neugestaltung des Hochschulrechts zeichnen sich Umwälzungen ab, die von Vertreterinnen und Vertretern der einzelnen Hochschulgruppen kritisch gesehen werden. Insbesondere das bewährte System der akademischen Selbstverwaltung soll zugunsten weiter gestärkter Hochschulleitungen abgelöst werden. 

Um die demokratische Selbstverwaltungsstruktur der bayerischen Hochschulen zu sichern, stellen mehrere bayerische Hochschulgruppen sieben gemeinsame Kernforderungen in einer Pressemitteilung von Hochschullehrerbund Bayern (vhb/hlb), Deutschem Hochschulverband Bayern (DHV), dem Landesverband Wissenschaftler in Bayern (LWB), der Landes-ASten-Konferenz Bayern (LAK) und der Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an bayerischen Hochschulen (LaKoF).

Link zur gemeinsamen Pressemitteilung

Es ist schon bemerkenswert, dass alle Gruppen hier gemeinsame Forderungen formuliert haben. Bitte geben Sie dieses Dokument (bzw. diesen Link) und auch den Vorschlag des vhb/hlb zur Organisationsstruktur an Interessierte weiter.

Link zum Vorschlag des vhb/hlb zur Organisationsstruktur

Gespräch des VHB Vorstands mit Wissenschaftsminister Sibler am 14.02.2021

Kurzfristig hat sich Wissenschaftsminister für ein kurzes Gespräch mit dem vhb-Vorstand bereit erklärt, an einem Sonntag um 18 Uhr! Der vhb-Vorstand war vollständig vertreten. Dieses "kurze" Gespräch dauerte dann fast 45 Minuten.

In über 20 Minuten zählte der Minister die aus seiner Sicht zahlreichen Vorteile der neuen Reform auf. Insbesondere betonte er, dass keine Gremien abgeschafft werden, dass alle Bediensteten weiterhin beim Freistaat beschäftigt bleiben, und dass es den Hochschulen frei gestellt wird, ob Sie Körperschaften werden wollen. Wenn nicht, so würden sie in keinster Weise benachteiligt. Er betonte auch, dass die HAWs von dieser Reform besonders profitieren würden.

Unter anderem wurde er auf die vom vhb und hlb geforderte Reduzierung der Lehrleistung auf 12 SWS angesprochen. Hier verwies er auf die zahlreichen neu geschaffenen Stellen im Hochschulbereich. Damit sei eine enorme Flexibilität geschaffen. Es liege jetzt an den Hochschulen, die entsprechenden Instrumente geschickt einzusetzen. 12 SWS sehe er zwar nicht, aber eine indirekte Reduzierung in diese Richtung sei eben wegen der vielen neuen Stellen möglich.

Vorschlag des vhb zur internen Organisationsstruktur bayerischer Hochschulen vom Januar 2021

Herr Staatsminister Sibler möchte mit allen betroffenen Gruppen ins Gespräch kommen. Ideale Voraussetzungen also, um in einen breiten gesellschaftlichen Dialog einzutreten. Als Beitrag des vhb haben wir eine Organisationsform für unsere Hochschulen skizziert, die moderne, partizipative Führungskultur und Organisation mit effektiven Strukturen und Abläufen kombiniert.

So soll die Doppelbefassung von Gremien mit Sachverhalten minimiert werden. Das Prinzip der Subsidiarität mit entsprechender Handlungsfähigkeit und -autonomie wird bis auf die Ebene der Fakultäten, in denen sich Forschungsgruppen, Studiengänge und Transferaktivitäten finden, durchdekliniert. Die Fakultät wird damit zum zentralen Ort der Partizipation nicht nur für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, sondern auch für Studierende und Mittarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Für hochschulweite Belange und insbesondere für die Mittelverteilung wird der Senat zum entscheidenden Gremium, in dem alle Gruppen der Hochschule repräsentiert sind. So können vor dem Hintergrund der vom Ministerium in Aussicht gestellten größeren Autonomie der Hochschulen effizient Entscheidungen getroffen werden.

Es wird eine Professionalisierung des Hochschulrates durch Umgestaltung zu einem effektiven, demokratisch legitimierten Aufsichtsgremium erreicht. Das Einbringen der Expertise seiner externen Mitglieder wird eingefordert; die Scharnierfunktion zu den Belangen der Region geschärft.

Unsere Vorschläge zur Organisationsstruktur haben wir am 11. Januar 2021 an Herrn Staatsminister Sibler gesandt. Der komplette Vorschlag kann hier heruntergeladen werden

Offener Brief an das Ministerium (Dez. 2020)

In einem offenen Brief, initiiert vom vhb, wenden sich Professorinnen und Professoren an das Ministerium. Mittlerweile haben 870 Menschen unseren offenen Brief unterzeichnet. Am 14.12.2020 haben wir diesen per Post an  Herrn Ministerpräsident Dr. Söder, Herrn Staatsminister Sibler und Herrn  Ausschussvorsitzenden Brannekämper gesendet.