Aktuelle Informationen

Anhörung zum bayerischen Hochschulinnovationsgesetz

München, 20.06.2022. Heute fand eine Anhörung zum bayerischen Hochschulinnovationsgesetz 2022 im Landtag vor dem Ausschuss für Wissenschaft und Kunst statt. Prof. Tobias Plessing als Vorsitzender des hlbBayern hatte die Möglichkeit die Interessen des Hochschullehrerbunds zu vertreten. Seine Ausführungen beginnen nach gut 57 Minuten der insgesamt fünfstündigen Aufzeichnung. Der Link auf die Aufzeichnung  zu dieser mehrstündigen Sitzung stand leider nur zwei Tage zur Verfügung. Dankenswerterweise wurde diese Aufzeichnung heruntergeladen, bevor diese verschwand. Die Aufzeichnung ist in zwei Teile aufgeteilt (vor und nach der Pause). Der Link:

https://nextcloud.hof-university.de/s/zSGZezji4xLrJL9

In einer gemeinsamen Sitzung in Nürnberg hatte der Vorstand des hlbBayern die wesentlichen Schwachstellen des neuen Hochschulgesetzes herausgearbeitet. In einer Zusammenfassung trug diese Tobias Plessing vor. In einer offiziellen Stellungnahme des hlbBayern sind diese Schwachstellen, aber auch Stärken des neuen Gesetzes ausführlich aufgeführt. Diese zehnseitige Stellungnahme ist in der Rubrik Stellungnahmen veröffentlicht.

hlb blickt auf 50 Jahre erfolgreiche hochschulpolitische Arbeit zurück

Bonn, 27. Mai 2022. Der Hochschullehrerbund hlb feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. Am 20. Mai 2022 fand dazu ein Festakt und ein Kolloquium in Frankfurt am Main statt. Zu den Gratulantinnen und Gratulanten gehörten Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger, der Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Prof. Dr. Armin Willingmann, der Aufsichtsratsvorsitzende der Siemens Energy AG und Daimler Truck Holding AG Joe Kaeser und der Präsident der European University Association (EUA) Prof. Dr. Michael Murphy.

In einem gut einstündigen Festakt hoben alle Festrednerinnen und -redner per Videobotschaft die erfolgreiche Entwicklung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften hervor, die mit angewandter Lehre und Forschung eine wichtige Aufgabe im deutschen Hochschul- und Wissenschaftssystem erfüllen und unverzichtbar geworden sind.

Zur Videoaufzeichnung des Festakts >>

Konzept des hlb für die Ausgestaltung der Deutschen Agentur für Transfer und Innovation

27. April 2022. Die DATI fördert Forschung und Innovation in den angewandten Wissenschaften sowie den Transfer in die praktische Anwendung für Gesellschaft und Wirtschaft. Dabei nimmt sie die volle Bandbreite möglicher Innovationen in den Blick, darunter besonders wirtschaftliche, technologische, ökologische, soziale und digitale Innovationen. Hochschulen für  angewandte Wissenschaften sind für diese Aufgabe aufgrund des spezifischen Erfahrungshintergrunds ihrer Professorinnen und Professoren die richtigen Partnerinnen: Ihre Professorinnen und Professoren verfügen anders als ihre Kolleginnen und Kollegen an Universitäten über eine Doppelqualifikation sowohl in der Wissenschaft als auch in der beruflichen Praxis außerhalb der Hochschule.

Sie nehmen daher eine Schlüsselfunktion für das Innovationssystem ein. Die Verbindung von profunder wissenschaftlicher Expertise und einem breiten Erfahrungswissen aus der Berufspraxis ist nicht nur die Grundlage für die Entwicklung von Lösungen für aktuelle Fragen oder Herausforderungen, sondern auch eine Perspektive, aus der heraus bisher noch nicht entdeckte Problemzusammenhänge bei Transformationsprozessen erkannt, verstanden und gelöst werden.

hlb fordert Berücksichtigung von HAW bei Neuausschreibung der Exzellenzcluster

Bonn, 16. Februar 2022. Der Hochschullehrerbund hlb fordert, die Gleichberechtigung von Grundlagenforschung und angewandter Forschung auch in der Exzellenzstrategie und insbesondere bei der jetzt anstehenden Ausschreibung der Exzellenzcluster endlich anzuerkennen. „Politik und Wissenschaft betonen zu Recht die Bedeutung der angewandten Wissenschaften und des Transfers wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Gesellschaft. Ein weiterer Ausschluss der Hochschulen für angewandte Wissenschaften von der Exzellenzförderung ist daher nicht mehr angemessen. Sie müssen als gleichberechtigte Hochschulen antragsberechtigt sein“, fordert hlb-Präsident Prof. Dr. Nicolai Müller-Bromley.

„Die anwendungsorientierte Spitzenforschung an den HAW muss bislang mit einem Bruchteil der für Grundlagenforschung eingesetzten Mittel im Wettbewerb bestehen“, so Müller-Bromley. Im gesamten Zeitraum der letzten zehn Jahre stand für das Programm „Forschung an Fachhochschulen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit 533 Millionen Euro etwa jener Betrag zur Verfügung, der für das Gesamtprogramm Exzellenzstrategie allein pro Jahr bereitgestellt wird. Diese Vernachlässigung anwendungsbezogener Forschung kann nicht im Sinn einer auf Innovation angewiesenen Wirtschaft und Gesellschaft sein.

hlb legt Eckpunktepapier zur Gründung der „Deutschen Agentur für Transfer und Innovation“ DATI vor

Bonn, 11. Februar 2022. Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) werden ihre gesetzlich verankerten Aufgabe der angewandten Forschung aufgrund der Doppelqualifikation ihrer Professorinnen und Professoren in Wissenschaft und Praxis in besonderem Maße gerecht. Zur Weiterentwicklung dieser besonderen Funktion im deutschen Wissenschaftssystem fordert der Hochschullehrerbund hlb schon seit 2018 die Gründung einer eigenen Förderagentur für angewandte Forschung und Transfer und begrüßt daher die Pläne der neuen Bundesregierung für eine „Deutsche Agentur für Transfer und Innovation“ (DATI).

Der Hochschullehrerbund hlb legt in seinem Eckpunktepapier erste Ideen für die Konzeption und Ausgestaltung der DATI vor. Aus Sicht des Hochschullehrerbunds hlb ist es erforderlich, die DATI mit einem finanziellen Volumen auszustatten, dass die Gleichberechtigung der anwendungsbezogenen Forschung mit der Grundlagenforschung ausdrückt. Um ihr volles Potenzial zu entfalten, soll die DATI unter Verwendung eines weiten Innovationsbegriffs in die Regionen hineinwirken, wo Hochschulen für angewandte Wissenschaften eng mit mittelständischen Partnern oder Startups zusammenwirken.

Zum Eckpunktepapier des hlb >>

Bayerisches Hochschulinnovationsgesetz

München, 18. Mai 2021. Am 18.05. wurde der Gesetzesentwurf zum Bayerischen Hochschulinnovationsgesetz vorgestellt. Anbei kann der Gesetzesentwurf auch hier eingesehen werden.

In diesem Entwurf gibt es bemerkenswerte neue und positive Ansätze, es gibt aber leider auch Rückschritte. 

An die Gruppensprecherinnen und Gruppensprecher wurde eine Email verschickt mit der Bitte um Beteiligung. Wenn Sie als Mitglied selbst Stellung nehmen möchten, so setzen Sie sich doch bitte mit Ihrer Kontaktperson an Ihrer Hochschule in Verbindung. Vielen Dank.

Bayerisches Hochschulinnovationsgesetz Gesetzestext
Bayerisches Hochschulinnovationsgesetz Begründung

hlb begrüßt Ziele für Innovation, Wissenschaft und Hochschulen im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung

Bonn, 25. November 2021. Die von den Koalitionspartnern gesteckten Ziele weisen der anwendungsorientierten Forschung und dem Transfer einen zentralen Stellenwert für die Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen zu. Es ist erfreulich, dass die Koalitionspartner die zentrale Rolle der HAW erkannt haben und würdigen.

„Die Richtung stimmt“, schätzt hlb-Präsident Prof. Dr. Nicolai Müller-Bromley die Planungen für Innovation, Wissenschaft und Hochschulen im Koalitionsvertrag ein. „Die Professorinnen und Professoren der Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) mit ihrer Doppelqualifikation in Wissenschaft und Praxis können bei dieser Neuausrichtung einen entscheidenden Beitrag leisten.

Auswertung der hlb-Umfrage zur Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit

22. Oktober 2021. Die Ergebnisse der verbandsinternen Umfrage „Meinungsfreiheit, Wissenschaftsfreiheit, Meinungsklima“, die vom 22. Juni bis 12. Juli 2021 durchgeführt worden ist, liegen vor und werden in der Oktober-Ausgabe der DNH (2021-5) vorgestellt. Das Wichtigste in Kürze: Zwei Drittel der Befragten sehen die Freiheitsrechte nicht in Gefahr. Es gilt aber, durch sachliche Diskussionen und eine weitere Differenzierung der Antworten Polarisierungen zu vermeiden. Zur Auswertung gelangen Sie hier: https://doi.org/10.5281/zenodo.5517549

Die in der Auswertung erwähnte Korrespondenz finden Sie in der PDF-Datei unten.

hlb begrüßt die Ansätze der Sondierungsparteien für Bildung und Wissenschaft

Bonn, 22. Oktober 2021. Der Hochschullehrerbund hlb begrüßt die in dem Sondierungspapier zur Vorbereitung einer Ampel-Koalition auf Bundesebene zusammengetragenen Leitideen für den Bereich Bildung, Wissenschaft, Hochschule und Innovation. Mit dem unten stehenden Offenen Brief an die Sondierungsparteien einer neuen Regierungskoalition wendet er sich an die Unterhändlerinnen und Unterhändler der anstehenden Koalitionsgespräche.

Der Hochschullehrerbund hlb fordert die Sondierungsparteien dazu auf, mit den Koalitionsverhandlungen konkrete Forschungsförderprogramme für die Hochschulen für angewandte Wissenschaften zu beschließen, weitreichende Maßnahmen einzuleiten, die die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in ihrer Rolle als regionale Innovations- und Transformationsakteure weiter stärken, sowie den Weg für die Gründung einer Innovationsagentur für angewandte Forschung und Innovation endlich frei zu machen.

hlb fordert mehr öffentliche Förderung für anwendungsbezogene Forschung

Bonn, 8. Oktober 2021. Der aktuelle Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) vom 5. Oktober 2021 zeigt: Nach wie vor profitieren die Hochschulen für angewandte Wissenschaften kaum von den öffentlichen Förderprogrammen.

Nicht einmal ein Prozent der Fördergelder der DFG gehen an die Hochschulen für angewandte Wissenschaften, obwohl anwendungsbezogene Forschung und Transfer längst zum typenbildenden Profil dieser Hochschulen zählen.  

Umbenennung in hlb erfolgte einstimmig

München, 16. April 2021. Die Delegierten des vhb haben in der Delegiertenversammlung am 16.04.2021 einstimmig die Umbenennung beschlossen. Der Verband heißt jetzt: Hochschullehrerbund (vhb) Landesverband Bayern e.V.

Hinweis: Diese Umbenennung ist erst dann offiziell, wenn die Satzungsänderung vom Amtsgericht in München bestätigt wurde.

Prof. Dr. med. Clemens Bulitta wird Präsident in Amberg-Weiden

Amberg-Weiden, Juni 2021. Clemens Bulitta ist seit vielen Jahren aktiv im hlb Bayern tätig. 2017 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er hat sich durch seinen Fleiß, seine Energie und seine Ideen voll in unserem Verband eingebracht. Im Juni 2021 wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 2021 zum Präsidenten der OTH Amberg-Weiden gewählt.

Der gesamte Vorstand gratuliert ihm sehr herzlich zu diesem Erfolg.

Diese Wahl ist für Clemens Bulitta eine hohe Verpflichtung. In einer Pressemitteilung sind ihm folgende vier Aspekte besonders wichtig: "Das Profil der Hochschule weiter schärfen und fokussieren, das Thema Lernen neu denken, vor allem im Bereich Lebenslanges Lernen, die Hochschule ausbauen zu einer Netzwerkhochschule und zuletzt eine ‚Mitmach‘-Hochschule werden, um den Gestaltungsauftrag gemeinsam wahrzunehmen."

Schon zum zweiten Mal ist hohes Engagement im hlb Bayern auch an der lokalen Hochschule belohnt worden. Bereits vor knapp 10 Jahren wurde Wolfgang Baier als stellvertretender Vorsitzender des (damaligen) VHB zum Präsidenten der OTH Regensburg gewählt.

Gemeinsame Pressemitteilung von vhb und weiteren Hochschulgruppen am 15.02.2021

München, den 15. Februar 2021. Im Zuge der Neugestaltung des Hochschulrechts zeichnen sich Umwälzungen ab, die von Vertreterinnen und Vertretern der einzelnen Hochschulgruppen kritisch gesehen werden. Insbesondere das bewährte System der akademischen Selbstverwaltung soll zugunsten weiter gestärkter Hochschulleitungen abgelöst werden. 

Um die demokratische Selbstverwaltungsstruktur der bayerischen Hochschulen zu sichern, stellen mehrere bayerische Hochschulgruppen sieben gemeinsame Kernforderungen in einer Pressemitteilung von Hochschullehrerbund Bayern (vhb/hlb), Deutschem Hochschulverband Bayern (DHV), dem Landesverband Wissenschaftler in Bayern (LWB), der Landes-ASten-Konferenz Bayern (LAK) und der Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an bayerischen Hochschulen (LaKoF).

Link zur gemeinsamen Pressemitteilung

Es ist schon bemerkenswert, dass alle Gruppen hier gemeinsame Forderungen formuliert haben. Bitte geben Sie dieses Dokument (bzw. diesen Link) und auch den Vorschlag des vhb/hlb zur Organisationsstruktur an Interessierte weiter.

Link zum Vorschlag des vhb/hlb zur Organisationsstruktur

Vorschlag des vhb zur internen Organisationsstruktur bayerischer Hochschulen vom Januar 2021

München, Januar 2021. Herr Staatsminister Sibler möchte mit allen betroffenen Gruppen ins Gespräch kommen. Ideale Voraussetzungen also, um in einen breiten gesellschaftlichen Dialog einzutreten. Als Beitrag des vhb haben wir eine Organisationsform für unsere Hochschulen skizziert, die moderne, partizipative Führungskultur und Organisation mit effektiven Strukturen und Abläufen kombiniert.

So soll die Doppelbefassung von Gremien mit Sachverhalten minimiert werden. Das Prinzip der Subsidiarität mit entsprechender Handlungsfähigkeit und -autonomie wird bis auf die Ebene der Fakultäten, in denen sich Forschungsgruppen, Studiengänge und Transferaktivitäten finden, durchdekliniert. Die Fakultät wird damit zum zentralen Ort der Partizipation nicht nur für Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, sondern auch für Studierende und Mittarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Für hochschulweite Belange und insbesondere für die Mittelverteilung wird der Senat zum entscheidenden Gremium, in dem alle Gruppen der Hochschule repräsentiert sind. So können vor dem Hintergrund der vom Ministerium in Aussicht gestellten größeren Autonomie der Hochschulen effizient Entscheidungen getroffen werden.

Es wird eine Professionalisierung des Hochschulrates durch Umgestaltung zu einem effektiven, demokratisch legitimierten Aufsichtsgremium erreicht. Das Einbringen der Expertise seiner externen Mitglieder wird eingefordert; die Scharnierfunktion zu den Belangen der Region geschärft.

Unsere Vorschläge zur Organisationsstruktur haben wir am 11. Januar 2021 an Herrn Staatsminister Sibler gesandt. Der komplette Vorschlag kann hier heruntergeladen werden

hlb warnt vor Verlust des Profils der Hochschulen für angewandte Wissenschaften durch Tandem- und Nachwuchsprofessuren

Bonn, 5. Juli 2021. Im Zuge aktueller Novellierungen von Landeshochschulgesetzen zeigt sich die Tendenz, einen neuen Typus der Professur an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) zu etablieren – die „Tandem-Professur“ in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die „Nachwuchsprofessur“ in Bayern.

Mit diesen Modellen soll das Problem der HAW gelöst werden, denen es gegenwärtig nicht gelingt, ihre Professuren angemessen zu besetzen. „Wir sehen diese Tandem- oder Nachwuchsprofessuren kritisch. Die dort vermittelte Praxiserfahrung ist von vornherein zeitlich befristet und wird unter der Ägide der Hochschule auf einer Teilzeitstelle erworben. Wenn wir Professuren in größerem Umfang auf diese Weise besetzen, wird das erfolgreiche, spezifische Profil der HAW aufgegeben. [...]